Ein Surface Laptop

Surface fürs Informatikstudium

Das Microsoft Surface ist eine Reihe von Geräten, welche unterschiedliche Anwendungsfelder abdecken. Dabei kann es durchaus verwirrend sein, welches davon für das Informatikstudium am besten geeignet ist. Weiterhin muss man sich die Frage stellen, ob sich überhaupt ein Gerät der Microsoft Surface Reihe für das Informatikstudium eignet. In diesem Artikel teile ich meine Gedanken dazu, sodass du hoffentlich das richtige Surface für das Informatikstudium findest.

Ein guter Allrounder

Wahrscheinlich bist du im Moment auf der Suche nach dem richtigen Laptop fürs Informatikstudium. Bestimmt hast du neben dem Microsoft Surface auch schon in Betracht gezogen, ein MacBook fürs Informatikstudium einzusetzen. Währenddessen ein Desktop PC viel Leistung bringt, sind Laptops eher portable und mobil. Tablets können fürs Informatikstudium eingesetzt werden, um Inhalte digital mit einem Stift festzuhalten.

Das Microsoft Surface vereint diese Vorteile. Mit leistungsstarker Hardware, Mobilität, Touchscreen und einer angenehmen Tastatur bieten die Produkte viele Vorteile.

Im ersten Kapitel wählen wir das Surface aus, welches aus meiner Sicht für Informatikstudenten am sinnvollsten ist. Schauen wir uns also die verschiedensten Konfigurationen etwas genauer an.

Welches Modell passt am besten zum Informatikstudium?

Microsoft Surface
Bild von Abderrahman Bensalah auf Pixabay

Für diesen Artikel habe ich nach meiner Recherche vier Modelle in die engere Auswahl gezogen. Das Surface Laptop Go, das Surface Laptop 3, das Surface Pro X und das Surface Pro 7. Alle Modelle haben einen Touchscreen, was vor allem für Mitschriften sehr hilfreich ist.

Surface Laptop Go

Das Surface Laptop Go ist sehr neu und kann ab dem 20. November erworben werden. Mit 1.111g ist es sehr leicht und kommt mit bis zu 8 GB RAM. Es hat einen TPM Chip, um sichere Authentifizierung zu gewährleisten. Bluetooth 5.0 und WLAN 6 zusammen mit einem USB C und einem USB A machen das Gerät zu einem portablen Begleiter. Möglich sind bis zu 256 GB Speicher. Ein Intel® Core™-i5-1035G1 sorgt für die entsprechende Leistung. Das Gerät hat einen 12,4″ Bildschirm. Die Tastatur ist fest integriert, was es zu einem richtigen Laptop macht.

Gut ist auch, dass es bis zu 13 Stunden Akkulaufzeit hat. Standardmäßig ist Windows Home im S Modus installiert. Diesen kann man zwar ausschalten, aber nicht wieder einschalten. In diesem Modus können nur Programme (Apps) aus dem Windows Store ausgeführt werden.

Das Surface Laptop Go kann ich nur in der höchsten Ausstattung mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher empfehlen. Denn wie ich schon in dem Artikel “Das richtige Laptop fürs Informatikstudium” erklärt habe, sind diese Anforderungen das Minimum für die Programmierung mit Umfangreicheren Entwicklungsumgebungen. Wenn du aber wirklich nur genug Leistung für das Studium brauchst und sonst nicht großartig programmieren möchtest, dann könnte auch eine schwächere Konfiguration reichen.

Surface Laptop 3

Das Surface Laptop 3 hingegen bietet starke Leistung mit einer sehr variabel konfigurierbaren Hardware. Mit 4 verschiedenen Prozessoren zur Auswahl und bis zu 16 GB DDR 4 RAM sowie bis zu 1 TB Speicher ist das Surface Laptop 3 sehr leistungsfähig und flexibel. Hier kann man zwischen der 13.5″ und der 15″ Variante wählen. Es ist etwas schwerer als die anderen Modelle und die Tastatur ist fest integriert. Ein edles Design und die Kompatibilität mit dem Surface Pen runden das Laptop ab.

Wenn es nur darum ginge, dass dein Laptop bei dir zu Hause steht und dort meistens nicht weg bewegt werden würde, dann würde ich dir sofort das Surface Laptop 3 empfehlen. Naja, und wenn der Preis keine Rolle spielt.

Denn auch bei diesem Gerät der Surface Reihe langt Microsoft ordentlich zu. Dabei kommt es aber natürlich immer auf die Konfiguration an.

Diese ist beim Surface Laptop sehr unterschiedlich. Ab knapp 1000€ geht es los, dann geht es mit dem Preis aber schnell nach oben. Bei Modellen, welche ich für ordentliches Programmieren für sinnvoll erachte, ist man schnell bei über 1800 €.

Dabei sehe ich das aber immer aus der Sicht eines App-Programmierers. Da laufen schnell mal einige Editoren, Emulatoren und umfangreiche Entwicklungsumgebungen gleichzeitig.

Für das Mitschreiben in Vorlesungen reichen auch billigere Modelle. Aber hier kann man schon wieder in Erwägung ziehen die mobileren Varianten zu erwerben.

Denn auch wenn es einen Touchscreen besitzt, ist das Surface Laptop 3 vor allem immer noch eines: Ein Laptop. Während die anderen Geräte eben eher einem typischen Tablet ähneln.

Surface Pro X

Das Surface Pro X ist eher für die mobile Nutzung ausgelegt, auch dann, wenn kein W-LAN vorhanden ist. Der große Vorteil ist, dass es ein LTE-Modul eingebaut hat. Als Prozessor kann entweder der Microsoft SQ® 1-Prozessor, oder Microsoft SQ® 2-Prozessor gewählt werden. RAM ist bis zu 16 GB möglich und an Speicher ist das Maximum 512 GB. Der Akku hält dafür bis zu 13 Stunden.

Es ist ein schickes Gerät, für maximale Portabilität. Wenn du sehr oft Vorlesungen wechseln musst und ständig von Zuhaue in die Uni pendelst, dann ist das Surface Pro X eine gute Wahl für dich.

Was du nicht erwarten solltet, ist viel Leistung. Für die Arbeit mit Microsoft Office ist das kein Problem. Dafür ist das Surface gemacht. Und auch OneNote wird super laufen.

Aber beim Programmieren wirst du sicherlich Leistungseinbußen spüren. Dabei möchte ich aber noch einmal deutlich erwähnen, dass du im Informatikstudium normalerweise keine größeren Entwicklungsumgebungen brauchst. Die Programme, die du schreiben wirst, werden nur sehr wenig Leistung brauchen. Und ein Editor inklusive Compiler wird auf den meisten Geräten laufen.

Für das reine Studium sollte es also passen. Allerdings möchte ich hier noch einen Hinweis geben: Die verbauten Prozessoren sind ARM-Prozessoren. Also nicht die typischen Intel oder AMD Prozessoren wie man sie von anderen Geräten kennt.

Das bedeutet, dass du unter Umständen bei manchen Programmen Probleme bekommen könntest. Denn die sind zumeist nicht auf ARM Prozessoren ausgelegt.

Dafür hat man natürlich eine lange Akkulaufzeit, da die ARM Architektur wenig Energie verbraucht. 64 Bit Programme werden darauf aber wahrscheinlich nicht laufen.

Surface Pro 7

Eine weitere Option fürs Informatikstudium ist auch das Surface Pro 7. Mit 12,3″, bis zu 16 GB und bis zu 1 TB Speicher erreicht es bis zu 10.5 Stunden Laufzeit. Es hat einen 3.5 mm Kopfhöreranschluss sowie 1x USB C und 1x USB A. Beim Gewicht kommt es auf schlanke 775 – 790g.

Im Grunde ist das Surface Pro 7 aber ein Tablet. Wer also ein Tablet mit Windows als Betriebssystem sucht, der ist hier gut beraten.

Aber für längere Programmessessions würde ich es auch mit Tastatur und Stylus nicht empfehlen.

Meiner Meinung nach ist es einfach nicht darauf ausgelegt. Ich finde sowieso, dass bereits Laptops einfach nicht die Leistung eines ordentlichen Desktopcomputers erreichen können. Dafür fehlt einfach der Platz und ein ordentliches Kühlsystem.

Aber ein Windows Tablet als Programmierer zu nutzen, ist für mich eine enorme Einschränkung.

Wenn du aber wirklich nur Vorlesungen und Tutorien mitschreiben möchtest, dann spricht nichts dagegen.

Ganz im Gegenteil: Für die Mobilität und die ständige Nutzung in Vorlesungen finde ich das Surface Pro 7 eine sehr gute Wahl.

Welches Modell soll ich nehmen?

Alle 4 Varianten werden für das Informatikstudium ausreichen.

Doch für die Programmierung mit Entwicklungsumgebungen wie Android Studio oder Visual Studio sowie größeren Projekten darf es durchaus etwas mehr Leistung sein. Hier würde ich das Surface Pro 7 in die engere Wahl nehmen.

Weit konfigurierbarer und mit potenziell mehr Leistung ist das Surface Laptop 3 die optimale Wahl für dich. Wenn du jetzt schon weißt, dass du mehr Leistung benötigen wirst, dann solltest du einen Blick auf die verschiedenen Konfigurationen des Surface Laptop 3 werfen.

Es besitzt ein gutes Trackpad und ein edles Design. Die Variante mit 16 GB RAM, 256 GB Speicher und 13.5″ ist ein sehr mobiles und dennoch leistungsstarkes Gerät.

Warum ein Surface?

Eine Glühbirne auf einer Tafel, mit Gedankenblasen außen herrum
Bildautor: TeroVesalainen | TeroVesalainen @ pixabay.com

Die Premiumgeräte von Microsoft sind sehr teuer. Vergleicht man die Preise mit den Apple Geräten, so liegt man in manchen Konfigurationen sogar bei einem höheren Preis bei geringerer Leistung.

Warum also ein Surface kaufen? In diesem Kapitel erzähle ich dir etwas über die unschlagbaren Vorteile.

Für Windows gemacht.

Das Surface ist von Microsoft. Und Microsoft ist der Hersteller von Windows. Windows läuft auf dem Surface.

Das klingt logisch, bringt aber einen nennenswerten Vorteil. So wie Apple sein Betriebssystem perfekt auf die genutzte Hardware optimiert, so kann Microsoft das jetzt auch mit den Surface Geräten.

Das bedeutet, dass du nicht nur ein einfaches Laptop kaufst, sondern ein Gesamtpaket. Da Microsoft auch noch Microsoft Office vertreibt, läuft auch die bekannte Software Suite nahezu perfekt auf den Geräten.

Microsoft will hier ein perfektes Arbeits- und Studiengerät schaffen, welches einfach funktioniert. Einfach, nicht nur in der Funktion, sondern auch in der Bedienung.

Das Trackpad.

Erinnerst du dich, wie ich im Artikel MacBook fürs Informatikstudium vom TrackPad von Apple geschwärmt habe? Ich habe lange nach einer Windows-Alternative gesucht. Leider konnte ich nichts vergleichbares finden.

Was den Apple Produkten meiner Meinung nach aber am nächsten kommt, sind die TrackPads von Microsoft. Die Finger gleiten sehr einfach über das Pad und die Klicks wirken natürlich.

Auch wenn es meiner Meinung nach nicht ganz an das TrackPad von einem MacBook ran kommt, ist es trotzdem wirklich gut.

Für Geräte, welche das Trackpad nicht direkt eingebaut haben, gibt es von Microsoft die passenden Tastatur-Cover mit Trackpad.

Der Touchscreen.

Für Studenten gibt es nichts Besseres, als in Vorlesungen digital mitschreiben zu können. Aber wir alle wissen, dass sich mathematische Formeln kaum schnell genug auf einer Tastatur eintippen lassen.

Doch Mathematik hat man im Informatikstudium genug. Auch wenn du nur 1-2 reine Mathematikkurs hast, wirst du ständig mit Mathematik konfrontiert werden.

Das bedeutet, dass ein Tablet fürs Informatikstudium eine sehr gute Idee ist. Was wirklich nervig ist, ist, wenn du dein Laptop und dein Tablet immer mitschleppen musst. Denn Programmieren lässt es sich auf einem Tablet eben schlecht.

Und genau hier kommt der große Vorteil der Surface Produkte ins Spiel. Die besitzen (in der richtigen Konfiguration) genug Leistung zum Programmieren, eine gute Tastatur für längere Texte und zusätzlich einen Touchscreen, mit welchem du einfach mathematische Formeln mitschreiben kannst.

Das Gewicht.

Wenn du nicht gerade das Surface Laptop 3 in der maximalen Ausstattung nimmst, dann sind die Geräte der Produktreihe sehr leicht. Selbst in der maximalen Ausstattung liegt das Laptop lediglich bei um die 1,54 kg, was zwar schwer aber noch in Ordnung ist.

Glaub mir, du willst ein Laptop mit geringem Gewicht. Es macht keinen Spaß bei jedem Vorgesangswechsel ein schweres Gerät mit dir herumzuschleppen.

Dieses geringe Gewicht macht das Surface zu einem perfekten Begleiter im Alltag. Egal wo du hingehst, sei es ins Kaffee, ins Tutorium oder in die Vorlesung, du hast immer dein Gerät im Rucksack. Da es so leicht ist, stört es nicht.

Das Design.

Design ist Geschmackssache. Das ist natürlich richtig.

Aber wenn du dir die Geräte mal ansiehst, fällt dir schnell auf, dass sie sehr edel aussehen.

Im Vergleich zu den typischen Laptops von HP, Dell oder Lenovo gefallen mir die Surface Geräte wirklich sehr gut.

Ich denke das liegt daran, dass Microsoft eben das komplette Marketing in diese Richtung ausrichtet. Ein einfach zu nutzendes Gerät, mit geringem Gewicht, hohe Portabilität, mit Tastatur und Touchscreen sowie Stift und einem schlanken edlen Design.

Eben ein Premiumgerät für Leute, die ihr Laptop nicht nur als Arbeitstier nutzen, sondern sich auch gut damit fühlen wollen.

Fazit

Ein Mann welcher vor einer Wand mit angehefteten Notizen steht und diese liest.
Bildautor: Startup Stock Photos | startupstockphotos.com

Die Reihe der Surface Produkte von Microsoft bieten vielfältige Lösungen, um den Studienalltag zu bewältigen. Einer der größten Vorteile ist der gute Touchscreen, aber auch das geringe Gewicht und das edle Design sprechen dafür.

Das Surface Pro X würde ich für das Studium nur empfehlen, wenn du hauptsächlich Office Anwendungen einsetzen wirst und viel unterwegs bist. Vor allem dann, wenn du viel in Zügen sitzt, welche kein W-LAN haben.

Auch für Videomeetings und virtuelle Vorlesungen ist das Gerät zu empfehlen. Eher weniger geeignet ist es für die professionelle Programmierung oder Multimedia-Bearbeitung. Bedenke auch, dass es sich hier um ein Gerät mit ARM-Architektur handelt. Im Zweifel solltest du bei deiner Studienfachberatung nachfragen, ob sich dies für die Kurse im Studium eignet.

Das Surface Laptop Go macht hingegen einen sehr guten Eindruck. Da es aber im Moment lediglich vorbestellbar ist, kann man hier noch nichts Genaues sagen. Microsoft listet als Option für den Arbeitsspeicher 4 oder 8 GB RAM. Allerdings soll es eine Business-Variante mit 16 GB geben.

Mit 8 GB kann ich das Gerät genauso wie das Surface Pro X nur für das Mitschreiben in Vorlesungen sowie sehr leichte Programmieranwendungen empfehlen. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum solche Geräte überhaupt noch mit einer 4 GB RAM Option ausgeliefert werden.

Das Surface Pro 7 gibt es mit einer ordentlichen Ausstattung. Mit bis zu 16 GB RAM und starken Intel Prozessoren ist es eine gute Wahl. Allerdings sollte man hier keinesfalls zu den schwachen Varianten greifen, sondern in der Konfiguration durchaus etwas höher Ansetzen.

Im Informatikstudium sollte das Gerät auf jeden Fall eine sehr gute Figur machen. Im Allgemeinen sind 2-in-1 Laptops immer eine gute Wahl, wenn es um Studiengänge mit viel Mathematik und Formelanteil geht.

Der Gewinner ist für mich aber das Surface Laptop 3. Es erlaubt eine starke Ausstattung, auch mit AMD Ryzen Prozessoren. Es hat einen guten Bildschirm und ein sehr hochwertiges Trackpad.

Rein als Minimalanforderung für das Studium sollten es mindestens 8 GB RAM und 256 GB Speicher sein. Für die Programmierer unter euch empfehle ich aber mindestens 16 GB RAM. Mit 256 GB Speicher kommt man auf jeden Fall aus, wenn man viel in die Cloud speichert. Aber 512 GB sind in jedem Fall zukunftssicherer. Der große Nachteil ist hier eben der Preis und das Gewicht.

Wenn du immer noch nicht weißt, welches Gerät du nehmen sollst, dann will ich dich nicht im Regen stehen lassen. Microsoft selbst hat nämlich einen sehr guten Assistenten, der dir helfen kann das passende Gerät für dich zu finden.

Ich habe ein paar verschiedene Szenarien durchgespielt und mit tatsächlich immer zu einem sehr guten Ergebnis gekommen. Wenn du also noch weitere Hilfe brauchst, dann kannst du einfach auf die Auswahlhilfe von Microsoft gehen.

Quelle des Titelbildes: Bild von athree23 auf Pixabay

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