Ein Tablet und ein Stift in den händen eines Menschen

Das richtige Tablet fürs Studium

Du hast viel zu viele Schmierzettel und Mitschriften und versinkst im Chaos? In deinen digitalen Unterlagen fehlen die Formeln, weil du sie mit dem Laptop nicht schnell genug mit tippen konntest? Kein Problem, denn mit dem richtigen Tablet für dein Studium schaffst du die perfekte Organisation. Formeln kannst du damit ganz einfach digital mitschreiben.

Aus persönlicher Erfahrung kann ich dir nur sagen, dass ein Tablet das Studium deutlich vereinfacht.

So, Problem erkannt Gefahr gebannt? Jetzt nur schnell ein Tablet kaufen und schon kannst du mit der perfekten digitalen Organisation durchstarten. Moment, welches Tablet überhaupt? In diesem Artikel erzähle ich dir genau, worauf es bei dem richtigen Tablet fürs Studium ankommt.

Ein Tablet in der Hand eines Menschen
Foto von cottonbro auf Pexels

 

Anforderungen an das Tablet

Okay, bevor wir uns unter den vielen verschiedenen Modellen verlieren, schauen wir uns erst einmal an was wir brauchen. Damit das Tablet fürs Studium alle deine Anforderungen erfüllt, müssen wir auf ein paar Aspekte besonders acht geben.

Das Tolle an einem Tablet ist ja, dass es einen Touch-Bildschirm hat.  Aber wirklich schnell tippen kann man damit ja nicht. Dafür ist ein Laptop wohl die bessere Wahl. Wenn du also gerne während der Vorlesung auf dem Laptop mit schreibst, dann bist du wohl eher auf der Suche nach dem richtigen Laptop fürs Informatikstudium.

Aber der wirkliche Vorteil eines Tablets ist es, mit einem Stift digitale Notizen zu machen. Diese Notizen kannst du dann ganz einfach in einem Programm wie zum Beispiel OneNote speichern.

Was du aber dafür brauchst, ist ein Stift. Und so einen hat nicht jedes Tablet dabei. Und Stift ist auch nicht gleich Stift. Es gibt verschiedenste Modelle mit verschiedenen Eigenschaften. Besonders die Druckstufen sind ein wichtiges Merkmal von solchen Eingabegeräten.

Druckstufen bedeutet, dass der Stift unterschiedlich stark  auf deine Eingaben reagiert. Wenn du fest aufdrückst, dann stellt die jeweilige App dein geschriebenes auch dicker dar.

Besonders für das Zeichnen sind die Druckstufen sehr wichtig. Wenn es nur um das Schreiben geht, dann muss es nicht die beste Qualität sein. Aber ein paar hundert Druckstufen sollten es schon sein.

Hier gilt aber, wie bei vielen Dingen, dass höhere Zahlen nur noch wenig spürbaren Mehrwert bringen.  Den Unterschied von 1000 zu 4000 Druckstufen wirst du beim reinen Schreiben nur sehr wenig bemerken.

Außerdem ist anzumerken, dass nicht jeder Stift mit jedem Tablet kompatibel ist. Wenn du ein wirklich gutes Schreiberlebnis haben möchtest, dann würde ich empfehlen ein Tablet zu kaufen, für welches ein speziell dafür abgestimmter Stift existiert.

Das Betriebssystem fürs Tablet

Das Bild zeigt einen Laptop mit einer geöffneten Entwicklungsumgebung und Code. So könnte ein Laptop fürs Informatikstudium aussehen. Daneben ist eine Tasse Kaffee und ein Notizbuch.
Quelle: Pexels von Negativespace und Negative Space von NegativeSpace

Für das richtige Tablet fürs Studium brauchst du auch das richtige Betriebssystem. Und hier stehen dir die bekannten drei Systeme zur Auswahl: Windows, Android und iOS (bzw. iPadOS).

Da es hier um Tablets geht, sprechen wir bei den neuen Modellen des iPads nicht mehr von iOS, sondern von dem iPadOS.

iPadOS gibt es natürlich nur auf Geräten des Herstellers Apple. Diese kommen oft mit einem relativ hohen Preis im Vergleich zu anderen Tablets.

Dies liegt aber nicht unbedingt daran, dass Apple sich seinen Namen viel kosten lässt. Denn wer schon einmal ein iPad Pro in der Hand hatte weiß, dass dies wahrlich ein Qualitätsprodukt ist.

Alleine die verbauten Lautsprecher haben eine unglaublich gute Qualität. Das ganze Gerät funktioniert zuverlässig. Da ich aber ein Stift zum iPad empfehle, solltest du auch beim iPad den zusätzlichen Preis für den Apple Pen beachten. Das sind schon noch einmal gut 100 € mehr.

Bei Android Geräten bist du preislich viel flexibler. Hier gibt es nämlich schon sehr preisgünstige Modelle unter 200 €. Die Qualität von Android Tablets ist aber nicht per se schlecht.

Klar, wenn man  ein 200 € Android Tablet mit einem 1000 € teureren iPad vergleicht, dann ist hier natürlich ein deutlicher Qualitätsunterschied.

Aber es gibt auch sehr hochwertige Android Tablets. Samsung bietet mit dem Samsung Galaxy Tab 6 zum Beispiel ein erstklassiges Modell.

Bei Android hast du also die freie Wahl. Von billig zu teuer hast du eine sehr große Auswahl.

Neben diesen beiden Betriebssystemen wird  aber auch Windows 10 immer stärker im mobilen Bereich eingesetzt.

Stark im Fokus ist hier natürlich das Surface GO bzw. das Microsoft Surface. Als Tablet oder 2 in 1 Laptop/Tablet bietet es ein ähnliches Erlebnis wie bei Apple Produkten. Der Hersteller des Betriebssystems ist gleichzeitig der Vertreiber des Geräts.

Das bietet natürlich gewisse Vorteile, da der Hersteller das Gerät perfekt auf das Betriebssystem abstimmen kann. Und eben auch anders herum.

Mit dem Microsoft Surface Pen existiert auch hierfür ein sehr gutes Eingabegerät welches ein großartiges Schreiberlebnis bietet und auch für das Zeichnen eine gute Wahl ist.

 

Welches Tablet soll ich nehmen?

Ein ToDo-Buch
Bildautor: Natalie B. | www.pexels.com/@natalie-b-11333

Wie ich im letzten Absatz schon erwähnt habe, hängt natürlich viel von der Wahl des richtigen Betriebsystems ab.

Derzeit kann ich aus eigener Erfahrung entweder ein iPad oder eines der Leistungsstärkeren Modelle von Samsung empfehlen. Allerdings möchte ich hier noch einmal ausdrücklich erwähnen, dass ich damit keine Werbung machen möchte. Dies sind nur die Geräte mit denen ich bereits Erfahrung sammeln konnte.

Schreibt gerne in die Kommentare, wenn ihr andere Geräte empfehlen könnt.

 

Preisgünstiges Tablet fürs Studium

Es müssen nicht unbedingt die teuersten Modelle sein. Eine kostengünstigere Alternative ist zum Beispiel das Samsung Galaxy Tab S6 Lite. Zwar ist dies immernoch relativ hochpreisig, aber deutlich billiger als das Tab S6 oder das iPad/iPad Pro. Das wäre im mittleren Preissegment.

Was ich nicht empfehlen kann ist, bei den Kosten unter 300€ zu gehen. Die meisten Geräte unter 300€ über die ich bisher recherchiert habe, machen die Eigentümer den Rezessionen nach nicht besonders glücklich.

Zu beachten ist hier auch, dass diese Geräte oft keinen Eingabestift mit dabei haben.

Eine Frage an dich

Hast du bereits ein Tablet? Wie hilft es dir beim Studium? Mich und die Leser dieses Blogs würde es sicherlich interessieren, welches Tablet du tagtäglich für dein Studium nutzt. Schreib uns gerne in den Kommentaren!

 

3 comments
  1. Ich nutze seit einem Jahr in der Schule ein iPad der 7. Generation in Kombination mit dem Apple Pencil und komme damit sehr gut zurecht. Preislich lag das Tablet bei ca 380€ (die neuere 8. Generation auch) und der Stift bei ca 100€ und mit dem Schülerrabatt haben sich die insgesamt 450€ wirklich gelohnt. Ich nutze das Tablet ausschließlich für die Schule, weshalb ich mit 32GB auch gut auskomme. Möchte man mehr damit machen sollte man auf die 128GB Variante zurückgreifen. Ich werde im nächsten Jahr ein duales Informatikstudium machen und werde das iPad hier wohl weiterhin besonders für die Mathematik lastigen Inhalte verwenden. Für längere Texte ist das Gerät und externe Tastaturen, die man als zeitgleich als Hülle verwenden kann, jedoch zu klein, weshalb es sich hier empfehlen würde auf einen Laptop oder PC zurückzugreifen. Insgesamt denke ich, dass dieses Problem fast alle Tablets mit sich bringen, daher würde ich ein Tablet eher als Ergänzung zum Laptop sehen und nicht als Alternative, zumal es sich auch nicht zum Programmieren eignet, was für ein Informatikstudium jedoch essenziell wichtig ist.

    1. Hallo Jolina,
      vielen Dank für deinen sehr ausführlichen Kommentar! Super, dass du mit deinem Tablet gut zurechtkommst. Ich wünsche dir noch viel Erfolg damit!
      Viele Grüße
      Daniel

  2. Ich habe das Informatikstudium jetzt zwar schon seit 26 Jahren hinter mir, wollte aber ein paar Erfahrungen beitragen. Ich nutze für den Zweck von Notizen ein iPad mit Apple Pencil 1 – habe durch meine Kinder aber auch Erfahrungen mit einem Surface bzw. auch iPad Pro mit Apple Pencil 2.
    Das iPad mit Pencil ist sehr gut mit dem Stift benutzbar. Als App nutze ich GoodNotes, und das funktioniert ziemlich gut. Ich kann sogar in den Notizen über die Suchfunktion etwas finden. Nachteil des Apple Pencil 1 – da er nicht automatisch mitgeladen wird, ist er natürlich manchmal dann leer, wenn man ihn braucht.
    Das Surface ist für diese Zwecke schlechter (haben meine Kinder seit ein paar Jahren – deswegen könnte es natürlich sein, dass aktuelle Generationen da besser geworden sind): schlechtere Stiftfunktion (Reaktionszeiten, eher exotische Batterien, Siftspitzen, Apps), Akkulaufzeiten, Hitzeentwicklung. Vorteil – es ist wie ein Windows-Notebook nutzbar.
    Für die Uni die beste, aber leider auch teuerste Lösung ist ein iPad Pro (hat mein Sohn für das Studium). Großes Display, aber trotzdem handlich und portabel. Man kann Vorlesungsunterlagen offen haben und parallel noch eine Webseite dazu, sehr praktisch. Als Notiz App nutzt mein Sohn Notability. Außerdem sehr schön: Der Apple Pencil 2 lädt automatisch mit über das iPad.

    Mein zusammenfassender Rat: Am besten ausprobieren, wenn es geht.

    Viele Grüße,
    Uwe

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